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RAMSAU (ml) – Am Dienstagnachmittag
ist ein Betonmischer von Schapbachweg abgekommen und über die
angrenzende Böschung weggekippt; der 48-jährige Fahrer kam nach
erster Einschätzung des Roten Kreuzes mit leichten Verletzungen
davon.
Den bisherigen Ermittlungen der Berchtesgadener Polizei zufolge
war der Mann mit dem beladenen Betonmischer bergauf unterwegs,
als das Fahrzeug auf der schneeglatten Fahrbahn zur Seite
rutschte und über die Böschung wegkippte. Der 48-Jährige konnte
gerade noch abspringen, bevor sich der Laster am Steilhang
überschlug und schließlich zwischen den Bäumen auf der Seite
liegen blieb. Die Ladung war dabei teilweise aus dem
Mischbehälter über den Hang hinabgeflossen.
Die Leitstelle Traunstein alarmierte daraufhin gegen 14.36 Uhr
das Rote Kreuz mit einem Rettungswagen, die Bergwacht Ramsau und
dem Bergwacht-Notarzt. Als die Einsatzkräfte am rund 50 Meter
oberhalb der Wimbachbrücke gelegenen Unfallort eintrafen, fanden
sie den 48-jährigen Fahrer leicht verletzt vor. Der Mann wurde
nach medizinischer Erstversorgung zur weiteren Untersuchung per
Rettungswagen in die Kreisklinik Bad Reichenhall gebracht.
Da aus dem beschädigten Laster Hydraulikflüssigkeit ausgelaufen
war, forderten die Einsatzkräfte die Freiwillige Feuerwehr
Ramsau nach, die das Öl binden konnte und im Anschluss das
Abschleppunternehmen, die Betonfirma und die
Nationalparkverwaltung bei der Bergung unterstützte. Eine
Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Berchtesgaden war zur
Unfallaufnahme im Einsatz.
Nach einer Besprechung wurde die Bergung für den folgenden Tag
(Mittwoch, 09.03.) vorbereitet, die ebenfalls durch die FFW
Ramsau unterstützt wurde: Während der Abtrennung der
Mischtrommel vom LKW wurde der Brandschutzes bei Flex und
Schneidarbeiten sichergestellt.
Die Feuerwehr Ramsau war am
Dienstag mit 2 Fahrzeugen und 16 Mann, am Mittwoch mit einem
Fahrzeug und 6 Mann im Einsatz.
Am Mittwochvormittag gab die Berchtesgadener Polizei weitere
Details zum Unfall bekannt. Demnach sollte der Beton für
Bauarbeiten bei den Schapbachalmen angeliefert werden. Die Alm
liegt auf 1.040 Metern und ist nur durch einen steilen Forstweg
erreichbar. Es wurden allradbetriebene Vierachser eingesetzt;
die äußeren Zwillingsreifen der dritten Achse waren mit Ketten
versehen. Nach rund 300 Metern auf der unbefestigten Forststraße
drehten bei einem Laster aufgrund der Schneeglätte die Reifen
durch: Er rutschte rückwärts und kam nach rechts von der
Fahrbahn ab. Sich mehrmals überschlagend stürzte er die Böschung
hinunter. Nach rund 15 Metern wurde er durch Bäume gebremst und
blieb schwer beschädigt auf der Seite liegen. Nach
Polizeiangaben entstand vermutlich Totalschaden. Aufgrund des
Gesamtgewichtes von 32 Tonnen zog sich die Bergung noch über den
Folgetag hin.
Text: BRK-BGL, FFW Ramsau
Fotos: FFW Ramsau, aktivnews |